Rechner · Networking

Load-Balancer-Kosten im Vergleich

AWS ALB, Azure LB, GCP LB und Cloudflare rechnen den Lastverteiler völlig unterschiedlich ab. Gebt durchgesetzte GB, neue Verbindungen pro Sekunde und Regeln ein und seht sofort, wer bei eurem Workload am günstigsten ist.

4 Anbieter neutral verglichen·GB · Verbindungen/s · Regeln·Region eu-central
live

Günstigster Load-Balancer · Ersparnis/Jahr

2.939

pro Jahr vs. AWS Application Load Balancer · das sind 98% weniger

Günstigster: Cloudflare Load Balancing · 4,60 € / Monat

Use-Case

2kGB

Datenvolumen, das durch den Load-Balancer läuft

150conn/s

Durchschnitt — kurze Verbindungen treiben den Preis

15Regeln

Pfad-/Host-Regeln, Listener-Rules

Vereinfachte Modellierung. AWS rechnet real ueber LCU (komplexer Mix aus neuen Verbindungen, verarbeiteten GB und Regel-Evaluierungen) — hier auf die drei Haupt-Treiber heruntergebrochen. Cloudflare LB ist nutzungs-unabhaengiger (Origin-Pools + DNS-Queries).
Cloudflare

DNS-basiert, kein GB-Egress-Preis

BEST
4,60€/Mo
55 €/Jahr
Basis
4,60
Traffic
0,00
Verbind.
0,00
Regeln
0,00
DNS-LBGeo-SteeringHealth-Checks
GCP LB

Globales Anycast, 5 Regeln frei

#2
55,02€/Mo
660 €/Jahr
Basis
16,79
Traffic
14,72
Verbind.
0,00
Regeln
23,51
L4+L7Global-AnycastAuto-Scale
Azure LB

Regel-basiert, L4 Standard-SKU

#3
93,15€/Mo
1.118 €/Jahr
Basis
16,79
Traffic
9,20
Verbind.
0,00
Regeln
67,16
L4Regel-PreisZonen-redundant
AWS ALB

LCU-Modell, tief im AWS-Stack

#4
249,54€/Mo
2.995 €/Jahr
Basis
17,23
Traffic
14,72
Verbind.
218
Regeln
0,00
L7AWS-NativeWAF-Anbindung

Monatliche Kosten im Vergleich

€ pro Monat

Cloudflare
4,60
GCP LB
55,02
Azure LB
93,15
AWS ALB
249,54

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Warum der Load-Balancer-Preis selten am Stundenpreis hängt

Fast alle Anbieter werben mit einem kleinen Stunden-Sockel von rund 2 bis 3 Cent. Die eigentliche Rechnung entsteht aber bei der Nutzung: verarbeitete Gigabyte, neue Verbindungen pro Sekunde und — je nach Anbieter — die Anzahl der Routing-Regeln. Wer nur auf den Stundenpreis schaut, vergleicht das Falsche.

Bei AWS ist das besonders unübersichtlich: Der Application Load Balancer rechnet über LCUs und nimmt jeweils die teuerste von vier Dimensionen. Bei einer API mit vielen kurzen Verbindungen treibt der Verbindungs-Faktor die Kosten, bei einer datenschweren App das Volumen. Dieser Rechner bricht das auf die drei Haupt-Treiber herunter, damit der Vergleich überhaupt greifbar wird.

Die vier Anbieter in einem Satz

  • AWS ALB. Tief im AWS-Stack, L7-Routing, WAF-Anbindung — aber das LCU-Modell macht die Kosten bei Lastspitzen schwer vorhersagbar.
  • Azure LB Standard. L4-Lastverteilung, zonen-redundant, klares Regel-Preismodell: erste Regeln im Sockel, danach pro Regel und Stunde.
  • GCP Cloud Load Balancing. Globales Anycast aus einer IP, automatische Skalierung, fünf Forwarding-Rules im Basispreis.
  • Cloudflare Load Balancing. DNS-basiertes Steering mit Health-Checks und Geo-Routing, Preis über Origin-Pools statt über GB — bei viel Traffic oft konkurrenzlos günstig, aber kein klassischer Cloud-LB direkt vor euren Instanzen.

Welcher davon zu eurer Architektur passt, ist selten nur eine Preisfrage. Lock-in, Latenz, TLS-Handling und die Integration in den bestehenden Stack zählen mit — genau dafür ist eine kurze Architektur-Bewertung da.

Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich die Preismodelle der vier Anbieter?

AWS ALB rechnet über sogenannte LCUs — eine Mischung aus neuen Verbindungen, verarbeiteten GB und Regel-Evaluierungen — plus einem Stundenpreis. Azure LB und GCP LB haben einen Stunden-Sockel plus einen Preis pro verarbeitetem GB, wobei eine bestimmte Anzahl Regeln frei ist und jede weitere extra kostet. Cloudflare Load Balancing ist DNS-basiert: Der Preis hängt an den Origin-Pools und einem monatlichen Sockel, nicht am durchgesetzten Datenvolumen. Genau diese vier Logiken bildet der Rechner vereinfacht ab.

Warum ist Cloudflare bei viel Traffic oft am günstigsten?

Weil Cloudflare den Load-Balancer über DNS und Health-Checks abbildet und keinen Preis pro durchgesetztem GB nimmt. Bei AWS, Azure und GCP wächst die Rechnung dagegen mit dem Datenvolumen und den neuen Verbindungen. Der Haken: Cloudflare-LB ist primär globales DNS-Traffic-Steering — kein L4/L7-Lastverteiler direkt vor euren Servern in einer einzelnen Cloud. Für reines „Traffic auf gesunde Origins lenken“ ist es stark, für tiefe Integration in einen AWS- oder Azure-Stack passen die nativen Dienste oft besser.

Was treibt die Kosten am stärksten — GB, Verbindungen oder Regeln?

Das hängt am Workload. Bei einer datenschweren App (große Downloads, Media) dominiert der GB-Anteil. Bei einer Public-API mit vielen kurzen Aufrufen sind es die neuen Verbindungen pro Sekunde — bei AWS ALB ein eigener LCU-Faktor. Regeln fallen meist erst ab vielen Dutzend Pfad-/Host-Regeln ins Gewicht. Der Rechner zeigt die Aufteilung pro Anbieter, damit ihr seht, welcher Treiber bei euch die Rechnung macht.

Wie genau sind die Zahlen?

Es sind belastbare Richtwerte für die Region eu-central, vereinfacht auf die drei Haupt-Treiber GB, Verbindungen und Regeln. Das echte AWS-LCU-Modell ist komplexer (es nimmt immer die teuerste der vier LCU-Dimensionen), und alle Anbieter haben Sonderfälle wie TLS-Verbindungen, Cross-Zone-Traffic oder reservierte Kapazitäten. Für die Anbieter-Auswahl und eine Hausnummer reicht der Rechner — die exakte Rechnung gehört in eine Architektur-Bewertung.

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