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Auth-Provider-Rechner: was kostet Login wirklich?

Clerk, Auth0, Supabase, Firebase, Cognito, Stytch, WorkOS, Hanko und Better-Auth — alle in einer Zahl. Mit DX-Score und ehrlichen Caveats.

9 Anbieter·4 Use-Case-Presets·SSO / B2B / Passkeys-Toggles·Stand 14.05.2026
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AWS Cognito

Use-Case

5.0kMAU
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AWS Cognito
managed
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0€/Mo
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Passkeys

Billig bei Volume, aber Setup/DX brutal. SDK-Inkonsistenzen, schwierige Customization.

  • · schwache DX, SDK-Pain
Better-Auth (self-hosted)
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€0/Mo

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Passkeys

TypeScript-native, gratis. Maintenance + Security-Updates auf dich. Plugin-System.

  • · Wartung + Sicherheits-Updates auf dich
Hanko Cloud
managed
0€/Mo
0 €/Jahr
Passkeys

EU-based, Open-Source-Core. Passkey-first, DSGVO-freundlich.

Clerk
managed
23€/Mo
276 €/Jahr
Passkeys

Bester DX im Markt, B2B-Orgs first-class. SSO/SAML im Enhanced Auth Plan.

Supabase Auth
managed
23€/Mo
276 €/Jahr
Passkeys

Auth ist im Supabase-Plan enthalten. SAML SSO erst ab Team-Plan.

Auth0 (Okta)
managed
32€/Mo
386 €/Jahr
Passkeys

Schnell teuer ueber Free-Tier. SSO meist erst im Pro-Plan. B2B-Setup komplex.

WorkOS
managed
115€/Mo
1.380 €/Jahr
Passkeys

Flat $125/Mo fuer unlimited SSO-Connections. Kein klassisches B2C-Auth.

Stytch
managed
229€/Mo
2.749 €/Jahr
Passkeys

Passkey-first Auth, sauberes API. B2B-SSO premium.

Firebase Auth
managed
fehlt
0€/Mo
0 €/Jahr
Passkeys

OAuth + Email gratis bis 1M MAU. Kein SAML/OIDC ohne Identity Platform Upgrade ($0.0055/MAU).

Monatliche Kosten · alle Anbieter

€ pro Monat

Cognito
0 €
Better-Auth
self-host
Hanko
0 €
Clerk
23 €
Supabase
23 €
Auth0
32 €
WorkOS
115 €
Stytch
229 €
Firebase
0 €
Listenpreise Mai 2026 · 9 Anbieter · SMS-Schaetzung: 30 % MAU/MoUSD→EUR ≈ 0.92

Clerk vs Auth0 vs Supabase — der DX-Faktor

Auth ist eines der wenigen Felder, wo sich Developer-Experience nach dem ersten Tag schon rechnet. Du implementierst Auth nicht ein Mal — du wartest sie, erweiterst sie und debuggst sie ueber Jahre. Eine Stunde verschwendete Entwickler-Zeit pro Woche, in Euro umgerechnet, uebersteigt schnell den Preis-Unterschied zwischen den Anbietern.

Clerk hat das, was viele Auth-Anbieter zehn Jahre lang nicht hinbekommen haben: ein UI-Kit, das du ohne CSS-Anpassung in Production schmeissen kannst und trotzdem nicht peinlich aussieht. Plus: B2B-Orgs, Membership-Logik, Invites und User-Switching sind first-class. Auth0 kann das auch — aber mit drei Customization-Layern und Lock-Library-Magie, die regelmaessig zwischen Major-Versions brechen.

Supabase nimmt einen radikalen Shortcut: Auth ist im Datenbank-Plan inkludiert. Wenn du sowieso Postgres + Storage + Realtime brauchst, kostet dich Auth de facto null Euro zusaetzlich. Der Trade-off: keine first-class B2B-Orgs (musst du mit Row-Level- Security selbst nachbauen), und der Vendor-Lock ist tiefer als bei anderen — wenn du raus willst, migrierst du Auth, Datenbank und Storage parallel.

Wann WorkOS unverzichtbar ist

Es gibt einen Moment in jedem B2B-SaaS-Wachstum, wo der erste Enterprise-Kunde im Verkaufsgespraech fragt: „Habt ihr SSO?" Die Antwort kann den Deal machen oder brechen. SAML, OIDC, SCIM- Provisioning fuer Okta, Azure AD, Google Workspace, OneLogin — das ist alles eigenes Compliance- und Engineering-Land.

WorkOS hat sich genau auf dieses Loch spezialisiert: $125 pro Monat flat, unabhaengig wie viele Connections oder MAU. Ein REST-API, eine SDK, fertig. Im Vergleich: Clerk Enhanced Auth (+$100/Mo + per-connection-fees), Auth0 mit SSO- Tier ab $240/Mo, Stytch mit SSO-Addon. Wenn dein Plan einen Enterprise-Tier ab $2k/Mo hat, ist WorkOS die billigste Methode, ihn zu liefern.

Self-Hosted Better-Auth — der Maintenance-Trade-off

Better-Auth ist TypeScript-native, Open-Source und kostet $0. Auf dem Papier perfekt fuer den indie-Founder. Realitaet: du uebernimmst die Verantwortung fuer:

  • Security-Patches (kritisch: Brute-Force-Schutz, Session-Hijack- Prevention, OAuth-Token-Rotation)
  • SMTP-Wartung fuer Magic-Links (Email-Reputation managen, sonst landen Logins im Spam)
  • MFA-Library auf dem Stand halten (TOTP, Passkeys, WebAuthn-API- Changes)
  • Datenbank-Migrationen bei jedem Schema-Update
  • Account-Recovery-Flows bauen (Lost-Password, Lost-MFA-Token, Account-Deletion-GDPR-Workflows)

Wenn du das auf eine Stunde pro Woche schaetzt: bei einem Engineer-Stundensatz von 100 Euro sind das 5.200 Euro im Jahr. Damit zahlt sich Clerk bei mittelgrosser User-Base sofort. Bei sehr grossem Volume (100k+ MAU) oder strenger DSGVO-Anforderung (Daten duerfen Deutschland nicht verlassen) kippt die Rechnung wieder Richtung Self-Hosted.

Cognito: 50k free, aber willst du das DX?

AWS Cognito ist der billigste Provider, wenn du auf Cash schaust. Free-Tier 50.000 MAU. Danach $0.0055 pro MAU. Bei 100k MAU bist du bei $275 monatlich — Clerk waere bei $25 + $2.000 = $2.025. Faktor 7 Unterschied.

Trotzdem migrieren immer mehr Teams weg von Cognito. Die Gruende:

  • Die Hosted-UI ist optisch im 2016er-AWS-Stil eingefroren — keine Markenfuehrung moeglich ohne komplett selbst zu bauen.
  • Custom-Auth-Flows laufen ueber Lambda-Trigger, die schwer zu debuggen sind. Cold-Starts bei Login-Latency wahrnehmbar.
  • SDKs zwischen JavaScript, iOS und Android divergieren stark. Cross-Platform-Apps doppelte Implementierung.
  • Adaptive-Authentication / Risk-Based-MFA nur in Plus-Tier ($0.015/MAU).

Phone-Auth: warum SMS-Kosten ueberraschen

SMS-OTP klingt nach „einer der vielen Auth-Optionen" — bis du den ersten Monat mit Phone-Auth in Production hinter dir hast. Pro SMS kostet ein Mainstream-Provider zwischen $0.025 und $0.06. Wenn 30% deiner MAUs einmal im Monat per SMS einloggen, bei 50k MAU sind das 15.000 SMS — $375 bis $900 monatlich, oben auf das Auth-Pricing.

Lehrgeld: Manche Auth-Anbieter rechnen SMS in den Per-MAU-Preis ein, andere lassen dich getrennt zahlen. Cognito zaehlt SMS getrennt ($0.0075 plus Twilio-Pass-Through), Clerk hat ein eigenes SMS-Pricing, Stytch sehr transparent in der API. Wenn deine Use- Cases SMS-heavy sind (Indien-Markt, mobile-only Apps), kann SMS mehr kosten als Auth selbst.

Was die Rechnung nicht zeigt

  • SAML-Connection-Fees. Auth0 berechnet pro Enterprise- Connection ueber dem Plan-Limit, Stytch hat ein Bundle. WorkOS flat — daher der Preis-Vorteil bei vielen Connections.
  • Implementation-Cost. Erstes Setup kostet zwischen 40h (Clerk Drop-in) und 200h+ (Cognito mit Custom-Flows). Bei 100€/h sind das 4k bis 20k Euro Engineering, einmalig.
  • Migration-Lock-In. Auth0 hat ein migration-Endpoint (Userdaten exportieren), Cognito auch (PrincipalId-Mapping). Bei Supabase und Firebase ist Auth-Migration deutlich aufwendiger, weil Auth + DB verschraenkt sind.
  • Bot-Detection / Account-Takeover-Protection. Bei Auth0 Premium-Add-On, bei Clerk ab Enhanced Auth, bei Cognito eingebaut in Plus-Tier. Fuer Public-B2C-Apps nahezu Pflicht.

Haeufige Fragen

Wann lohnt Clerk vs Auth0?

Clerk ist DX-Star: schoen ausschauender Drop-in, B2B-Orgs first-class, Pricing transparent. Auth0 ist der Marktveteran, hat das umfangreichere Feature-Set bei Compliance (FedRAMP, BAA fuer HIPAA), wird aber oberhalb 10k MAU schnell mehrere tausend Euro teuer. Faustregel: Greenfield-B2B-SaaS unter 100k MAU → Clerk. Enterprise mit existierender Auth0-Investition oder strikt regulierten Industries → Auth0.

Wann WorkOS unverzichtbar ist?

Sobald Enterprise-Kunden in deinem Sales-Pipeline auftauchen, wirst du nach SAML/OIDC-SSO gefragt. Das in Eigenregie zu bauen ist mehrere Wochen Arbeit pro Identity-Provider. WorkOS deckt Okta, Azure AD, OneLogin und 30+ andere mit einer einzelnen Integration ab — flat $125/Mo unabhaengig von der Anzahl der Connections. Wenn dein Plan einen Enterprise-Tier hat, ist WorkOS die billigste Methode 'SSO-ready' zu werden.

Self-Hosted Better-Auth — der Maintenance-Trade-off

Better-Auth (oder Lucia, Authjs) ist gratis in der Anschaffung, kostet dich aber laufend Engineering-Zeit: Security-Patches einspielen, SMTP-Provider warten, MFA-Library aktualisieren, Datenbank-Migrationen bei neuen Features. Faustregel: bei <10k MAU sparst du nichts, weil dein Eigentum mehr kostet als der Clerk-Plan. Bei >100k MAU oder hochregulierten DSGVO-Setups (Daten nicht in Drittland) kann es sich rechnen.

Cognito: 50k MAU gratis, aber willst du das DX?

AWS Cognito hat den groesszuegigsten Free-Tier (50k MAU) und wird dann mit $0.0055/MAU brutal billig. ABER: die Developer-Experience ist legendar schlecht. Inkonsistente SDKs, schwer customizable Hosted-UI, JWT-Format mit Quirks, Lambda-Trigger-Hell wenn du Custom-Logic einhaengen willst. Wenn dein Team AWS-tief ist und Eigenheiten toleriert: super-guenstig. Wenn nicht: jede andere Option ist Geld wert.

Was wird in der Rechnung NICHT modelliert?

SAML-Connection-Fees bei manchen Providern (Auth0, Stytch berechnen pro Connection ueber dem Plan), Implementation-Cost (40-200h je nach Komplexitaet), Custom-Branding-Premium-Tiers, MFA-Hardware-Tokens, Bot-Detection-Add-Ons. Fuer 90% der Use-Cases reicht die Rechnung — fuer Enterprise-Deals immer mit dem Anbieter direkt verhandeln.

Welche Auth-Provider sind DSGVO-sicher?

EU-only-Datenhaltung garantieren: Clerk (EU-Region waehlbar, ab Pro), Hanko (deutsches Startup, EU-only), Auth0 (EU-Region waehlbar). Riskanter: Supabase (US-Mutter, Cloud-Act), Firebase (Google), Cognito (AWS US default). Self-Hosted Better-Auth auf deutscher Hetzner: die Compliance-sicherste Option. Fuer Health- / Pharma-Daten: Self-Hosted oder Auth0 mit BAA.

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