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CDN-Rechner: Cloudflare vs CloudFront vs Fastly vs Bunny

Cloudflare Pro für 20 €, CloudFront für 8.000 € bei selbem Volumen. Bandwidth, Requests, WAF, Image-Optim und Edge-Compute in einer Zahl.

8 Anbieter·4 Feature-Toggles·4 Use-Case-Presets·Stand 14.05.2026
live

Bei 5 TB / 50M Req sparst du

7.231

pro Jahr — Wechsel von Fastly zu Cloudflare Pro

Günstigster mit Match: Cloudflare Pro · 18,40 €/Mo

Use-Case

5.0TB/Mo
0.12505007501000
50M/Mo
0.125005000750010000
CF Pro

Unlimited-Bandwidth, WAF-Light

BEST
18,40€/Mo
221 €/Jahr
Base
18,40
Bandwidth
0,00
Requests
0,00
WAFImageEdgeDDoS: advanced
Vercel

Inkl. für Next-Sites, sonst teuer

#2
165,60€/Mo
1.987 €/Jahr
Base
18,40
Bandwidth
147
Requests
0,00
WAFImageEdgeDDoS: advanced
CF Business

WAF-Pro, 100 % Uptime SLA

#3
184,00€/Mo
2.208 €/Jahr
Base
184
Bandwidth
0,00
Requests
0,00
WAFImageEdgeDDoS: enterprise
CloudFront

AWS-Lock-in, breitestes PoP-Netz

#4
432,40€/Mo
5.189 €/Jahr
Base
0,00
Bandwidth
391
Requests
36,80
EdgeDDoS: shield-standard
Bunny

EU-Underdog, brutal billig

#5
23,46€/Mo
282 €/Jahr
Base
0,00
Bandwidth
23,00
Requests
0,46
ImageEdgeDDoS: basic

fehlt: WAF

KeyCDN

Solide, kein Schnickschnack

#6
184,00€/Mo
2.208 €/Jahr
Base
0,00
Bandwidth
184
Requests
0,00
ImageDDoS: basic

fehlt: WAF

CF Free

Free, 100 GB sanftes Cap

#7
441,60€/Mo
5.299 €/Jahr
Base
0,00
Bandwidth
442
Requests
0,00
DDoS: advanced

fehlt: WAF

Fastly

Instant-Purge-King, dev-deep

#8
621,00€/Mo
7.452 €/Jahr
Base
46,00
Bandwidth
552
Requests
23,00
ImageEdgeDDoS: advanced

fehlt: WAF

Monatliche Kosten

€ pro Monat

CF Pro
18,40
Vercel
165,60
CF Business
184,00
CloudFront
432,40
Bunny
23,46
KeyCDN
184,00
CF Free
441,60
Fastly
621,00
Pricing-Stand: 14. Mai 2026 · 8 Anbieter · eu-us-TarifeUSD→EUR ≈ 0.92 · ohne MwSt.

Cloudflare Pro vs Business — wann der Aufpreis

Cloudflare hat ein außergewöhnliches Pricing-Modell: der Pro-Tier kostet 20 USD pro Monat und beinhaltet praktisch unbegrenzte Bandwidth bei strikt befolgter Terms-of-Service (Image-Heavy-Sites, Video-Streaming und einzelne große Files > 25 GB können zusätzliche Berechnungen auslösen). Der Sprung zu Business ist 10× der Pro-Preis: 200 USD pro Monat. Wann lohnt sich das?

Drei klare Kriterien, ab denen du Business brauchst:

  • 100 %-Uptime-SLA mit Credits. Pro hat 99,99 %-SLA ohne harte Credits. Business hat 100 % mit echten Geld-Rückerstattungen bei Outages. Für SaaS-Anbieter, die selbst SLAs an ihre Kunden geben, ist das wichtig — du kannst die Credits weitergeben.
  • Erweiterte WAF mit Custom-Rules. Pro hat „Managed Rules" (OWASP-Top-10, Cloudflare-eigene). Business erlaubt eigene Rules — kritisch, wenn du Compliance-Anforderungen hast (PCI-DSS, HIPAA-Conditions) oder bestimmte Attack-Patterns selbst blocken willst.
  • 24/7-Chat-Support mit höherem Priority. Pro hat Chat-Support, aber Response-Times sind nicht garantiert. Business hat 1h-Response-SLA bei kritischen Issues. Wenn dein Site 1h Downtime pro Vorfall 50.000 EUR kostet, ist das schnell amortisiert.

Wenn keiner dieser Faktoren bei dir greift, bleib bei Pro. Wir sehen viele Mittelstand-SaaS, die Business kaufen weil „klingt sicherer" — aber praktisch genau dieselbe Performance bekommen wie auf Pro. Die 180 USD/Monat Differenz sind 2.160 EUR/Jahr — kauf dafür lieber ein Sentry-Business-Seat oder ein Pen-Test.

CloudFront kostet 8× mehr — wann trotzdem richtig

Schau dir die Zahlen aus dem Rechner an: bei 100 TB Bandwidth zahlst du bei AWS CloudFront ungefähr 8.000 USD pro Monat (gestaffelt). Cloudflare Pro: 20 USD. Differenz: 400×. Bei 1 TB: CloudFront 85 USD, Cloudflare Pro 20 USD. Differenz: 4×. Warum nimmt jemand CloudFront?

Tiefere AWS-Integration. Wenn deine Origin S3 ist, du Signed-URLs nutzt, Lambda@Edge für Auth einsetzt, dann ist CloudFront der nahtlose Partner. CloudFront kann Origin-Access-Control direkt auf S3-Buckets — der Bucket bleibt privat, nur CloudFront kann lesen. Bei Cloudflare musst du R2 nehmen (oder S3 öffentlich machen und mit Worker absichern). Für Engineering-Teams, die schon AWS-tief sind, ist diese Integration nicht trivial nachzubauen.

Geographische Abdeckung. Cloudflare hat 330+ PoPs, CloudFront 600+. In Sub-Sahara-Africa, LATAM, Tier-3-Asia-Pacific ist CloudFront oft latenz-überlegen — Cloudflare hat dort weniger präsente Standorte. Bei einer App, die viel Traffic aus Brasilien, Argentinien oder Indien hat, kann das spürbar sein.

AWS Shield Advanced. CloudFront integriert Shield Advanced als $3.000/Monat-Add-on (sehr teuer aber Enterprise-Niveau). Cloudflare hat das in Business inkludiert. Für US-Government-Customers und Finance-Anbieter ist Shield Advanced manchmal Pflicht.

Trotzdem: für 80 % der SaaS-Workloads ist CloudFront preislich nicht zu rechtfertigen. Wenn du es einsetzt, frage dich ehrlich, ob du die Architektur-Vorteile wirklich brauchst — oder ob es einfach Lock-in durch Gewohnheit ist.

Bunny CDN — das EU-Underdog-Bargain

Bunny CDN ist eines der unterbewerteten Pricing-Plays am Markt. Ein slowenischer Bootstrap-CDN-Anbieter, der eigene Hardware in 119 PoPs betreibt und ab 0,005 USD/GB Bandwidth verkauft (Volume-Tier). Beispiel: 100 TB Bandwidth kostet bei Bunny 500 USD. Bei CloudFront: 8.000 USD. Bei KeyCDN: 2.000 USD. Bei Cloudflare Pro: 20 USD (ja, mit Caveats — siehe nächster Absatz).

Was Bunny richtig macht: kein Sales-Team, keine Enterprise-Bürokratie, transparente Pricing-Page, alle Features verfügbar ohne Verhandlung. Image-CDN ist inkludiert (mit Add-on für komplexe Transformations), Bunny Stream für Video-Hosting ($1/k Min eingebettet), Edge-Storage ($0.01/GB Speicherung). Für Static-Asset-Distribution, Video-Streaming, App-Downloads in EU-Märkten ist Bunny unschlagbar.

Trade-offs, die du kennen musst:

  • Basic-DDoS-Protection. Bunny mitigatet Layer-3/4 Attacks, aber bei Layer-7 Application-Floods und gezielten Angriffen wirst du auf Cloudflare vorschalten wollen.
  • Kein Enterprise-WAF. Bunny hat Basic Edge-Rules, aber keine OWASP-Managed-Rules-Suite. Für sicherheitskritische Apps zusätzlich Cloudflare oder eigene WAF.
  • Compliance. SOC 2 Type 2 vorhanden, GDPR ja, HIPAA-BAA nein, FedRAMP nein. Für regulierte Branchen kein Single-Vendor.
  • PoP-Dichte in Asia/Africa. Solide aber nicht CloudFront-Niveau.

Die elegante Architektur, die immer mehr SaaS-Teams einsetzen: Cloudflare vor Bunny. Cloudflare macht Auth, WAF, DDoS, Caching der HTML-Pages. Bunny serviert die statischen Assets (CSS, JS, Images, Videos) direkt mit dem 0,005-USD/GB-Tarif. Du kombinierst Cloudflares Sicherheit mit Bunnys Bandwidth-Preis.

Edge-Compute — Workers, Functions, Compute@Edge

Edge-Compute ist das schnellst-wachsende CDN-Feature der letzten 3 Jahre. Die drei großen Modelle:

Cloudflare Workers: V8-Isolates, JS/TS/WASM, kalte Start-Zeit unter 5ms, CPU-Limit 50ms (Free) bis 30s (Paid). 10 Millionen Requests/Monat inklusive in Pro. Beste DX in der Kategorie: wrangler-CLI, lokale Entwicklung, KV-Store, Durable Objects, D1 (SQLite at Edge). Für API-Routing, Auth-Middleware, A/B-Tests, Header-Mutation — perfekt. Für lang laufende Tasks ungeeignet.

AWS CloudFront Functions: 1ms CPU-Limit, sehr restriktives JS-Subset, kein async/await. Für Viewer-Request- und Response-Header-Mutation günstig ($0.10/M). Für komplexe Logik ungeeignet — dann Lambda@Edge ($0.20/M + Duration-Cost).

Fastly Compute@Edge: WASM-First-Plattform, Rust / Go / AssemblyScript, beste Cold-Start-Performance (~30 µs). Steile Lernkurve, höhere Mindestkosten (Pro startet $50/Mo). Für Highest- Performance-Workloads wo jeder Millisekunde zählt. Vivino, New York Times, Spotify Tech-Stack-Detail.

Empfehlung für Neu-Workloads in 2026: Cloudflare Workers. Die DX ist 12-18 Monate vor allen anderen, OSS-Community ist groß, Migration auf andere Plattformen ist möglich (WASM-Standard), und Cost-Model ist kalkulierbar.

Häufige Fragen

Cloudflare Pro vs Business — wann der Aufpreis?

Pro ist 20 USD/Monat, Business 200 USD. Aufpreis lohnt sich bei: (1) 100 %-Uptime-SLA mit Credits — bei einem Outage bekommst du Geld zurück. (2) WAF-Pro mit höheren Rule-Limits und Custom-Rules statt nur Managed-Rules. (3) Image-Resizing inkludiert (in Pro Pay-per-use). (4) Prioritized Support. Für die meisten Mittelstand-SaaS reicht Pro. Business macht Sinn ab Compliance-Anforderungen (PCI, HIPAA-Bedingungen) oder wenn der Downtime-SLA für Investor-Reports relevant ist.

CloudFront kostet 8× mehr — wann er trotzdem die richtige Wahl ist

Wenn du bereits AWS-tief bist (Lambda@Edge, S3-Origin, CloudFront-Functions, Shield Advanced), gibt CloudFront Vorteile, die Cloudflare nicht hat: native S3-Signing, deep IAM-Integration, CloudWatch-Metrics in deinem AWS-Account, AWS-Support-Tickets statt Cloudflare-Tickets. Bei stark regulierten Branchen (HIPAA-BAA mit AWS) zählt das. Für die reine Bandwidth-Frage ist CloudFront teuer — für die Architektur-Frage manchmal die einzige Antwort.

Was macht Bunny CDN so günstig?

Bunny ist EU-basiert (Slowenien), betreibt eigene Hardware in 119 PoPs und verkauft Volume-Tier ab 0,005 USD/GB. Sie können das, weil sie keine Enterprise-Sales-Org haben, weniger Compliance-Overhead und auf hocheffiziente Hardware setzen. Trade-offs: weniger Features (DDoS basic, kein Enterprise-WAF), kleinere PoP-Dichte in Asien/LATAM, Support per Chat statt 24/7-NOC. Für Static-Asset-Distribution und Media-Streaming in EU-Märkten ist Bunny die kostengünstigste Wahl mit großer Marge.

Edge-Compute-Vergleich: Workers vs CloudFront Functions vs Compute@Edge

Cloudflare Workers: V8-Isolates, JS/WASM, 50ms CPU-Limit (Free) bis 30s (Paid), 10 Millionen Requests/Monat inkl. in Pro. CloudFront Functions: ~1ms Limit, nur JS-Subset, sehr eingeschränkt aber günstig. Lambda@Edge: bis 30s, beliebige Sprachen, teurer. Fastly Compute@Edge: WASM-First, Rust/Go/AssemblyScript, beste Performance, aber steile Lernkurve und höhere Mindestkosten ($50/Mo Base). Für API-Routing und Auth-Checks: Workers. Für Header-Mutation: CloudFront Functions. Für komplexe Logik: Lambda@Edge oder Fastly.

DDoS-Protection — was ist im Preis dabei?

Cloudflare hat Advanced-DDoS bei allen Tiers inkl. Free (unbegrenztes Volumen). CloudFront hat AWS Shield Standard inkl. ($3.000/Mo für Shield Advanced extra). Fastly hat Advanced-DDoS inkl. ab Pro. Bunny hat Basic-DDoS (geht bei großen Attacken in die Knie). KeyCDN ähnlich Basic. Für Sites mit echtem Attack-Risiko: Cloudflare ist Industry-Standard, Bunny und KeyCDN nur für unkritische Use-Cases.

Vercel Edge inkludiert — wann zahlt es sich aus?

Vercel Pro ($20/Mo) inkludiert 1 TB Bandwidth + Edge-Functions + Image-Optim. Wenn du eine Next.js-App hostest, ist das praktisch kostenlos im Vergleich zu separater CDN-Lösung. Sobald du 5+ TB rausschickst, springt der Vercel-Bill aber schnell auf 200-500 USD — und dann ist Cloudflare Pro mit unlimited Bandwidth wieder günstiger. Faustregel: kleine Next-Apps unter 2 TB → Vercel inkl. nutzen. Größere Apps → Cloudflare vor Vercel ziehen.

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